Schwanger und sportlich, was nun?

Es gibt viele widersprüchliche Aussagen darüber was „Frau“ in der Schwangerschaft beim Sport machen darf und was nicht.

Von „Schonen Sie sich etwas“ bis „Hören Sie einfach auf ihr Gefühl“ oder „Machen Sie einfach etwas weniger“ ist alles dabei.

Viele Frauen sind verwirrt und verunsichert.

In der Tat ist eine Schwangerschaft ein komplexes Thema, weil keine Frau gleich ist.

Deshalb gibt es auch keine Pauschalaussage dazu.

Unterm Strich braucht jede Schwangere für den richtigen Trainingsplan eine individuelle Beratung aus ärztlicher Sicht, die der Hebamme und eines Fitness-Trainers mit regelmäßigen Check-ups.

Ein Angebot was alles vereint gibt es aber leider sehr selten.

Juliana Afram (Beckenboden Expertin aus Hamburg) und ich haben uns die häufigsten Fragen von Frauen, die funktionelles Training und Kraftsport betreiben, vorgenommen und beantwortet:

Darf man in der Schwangerschaft weiterhin Krafttraining machen?
Sofern keine medizinischen Kontraindikationen bestehen, ist dies sogar sinnvoll.
Jedoch muss man mit der Intensität erfahrungsgemäß auf 40-60% der normalen Belastung runtergehen, um sowohl den aktiven- als auch passiven Bewegungsapparat, der in der Schwangerschaft anfälliger für Verletzungen ist, zu schützen.

Wie sollte man beim Krafttraining atmen?
Bei der Belastung ausatmen und den Beckenboden anspannen.

Gehen Klimmzüge in der Schwangerschaft?
Wenn Klimmzüge vor der Schwangerschaft schon gemacht hat, ist das in den ersten Monaten kein Problem.
Sobald der Bauch anfängt zu wachsen, befindet sich die Bauchmuskultur in einer Vordehnung.
Hohe Bauchmuskelspannungen können eine Rektusdiastaste provozieren.

Wie sieht es mit Joggen oder Seilspringen in der Schwangerschaft aus?
Eher üngünstig, da das 4-5 fache an Körpergewicht dadurch auf dem Beckenboden lastet.

Woher weiss ich, dass ich beim Sport alles richtig mache?

Du solltest beim Training keine Schmerzen oder starke Spannungen im Unterleib spüren. Indem du dir einen Coach suchst, der dir dabei hilft die Übungen richtig zu machen und dein Training individuell auf dich zuschneidet, kannst du Fehler und Überlastungen vermeiden.